Zunächst ist einmal festzuhalten, dass man BWL sowohl an Universitäten wie auch an Fachhochschulen studieren kann. Ziel des BWL Studiums ist es, den Absolventen zu befähigen in einem Unternehmen Führungsaufgaben aus dem Bereich der Unternehmenssteuerung zu erbringen.
Studieninhalte und Zusatzqualifikationen
Um dies leisten zu können, müssen die Studieninhalte mit folgenden Themenbereichen absolviert werden: Kernkompetenzen erwerben in den Fächern Marketing, Finanzen, Logistik und Controlling. Weiterhin gehören zur Ausbildung das Personalwesen und die Unternehmensplanung. Während des Hauptstudiums kann sich der Studierende dann mit vertiefenden Schwerpunktthemen auseinandersetzen.
Zu diesen reinen unternehmenstechnischen Fächern kommt aber der Ausbildung in Kommunikationspsychologie erweiterte Bedeutung zu. Daraus wiederum gilt dem Erwerb von Schlüsselkompetenzen besondere Aufmerksamkeit, denn schließlich kommt es im Beruf darauf an, mit den Menschen (Personal/Kunden) umgehen zu können, das Fachwissen geschickt an “den Mann” zu bringen und sich vor allem im Bereich der Neuen Medien in Präsentationstechniken sicher zu fühlen. Fremdsprachenkenntnisse sind nicht nur erwünscht, sondern werden von global agierenden Unternehmen oft gefordert. Mindestens eine, besser aber mehrere Fremdsprachen sollte der Student der BWL im Laufe des Studiums bis zur Beherrschung vervollkommnen.
Selbstverständlich, ja fast erwartet, werden politische Kenntnisse und das Interesse für das politische Tagesgeschehen weltweit.
Berufserfahrungen durch Praktika
Praktikawährend des Studiums zu absolvieren ist aus verschiedenen Gründen von Vorteil. Zum einen deshalb, weil der Studierende im praktischen Alltag viel genauer die situativen (auch politisch bedingten) Probleme mitbekommt und nicht nur in dem Bereich theoretischen Wissens stecken bleibt, zum anderen aber kann er sich mit seiner Sichtweise und seinen Kenntnissen bereits “unentbehrlich” für einen potentiellen Arbeitgeber machen, sprich etwas für seine berufliche Zukunft tun.
Die daraus erwachsenden Kontakte können in vielerlei Hinsicht später, in der Phase der nachuniversitären Berufstätigkeit, hilfreich sein.
Das Studium der BWL erfreut sich auch weiterhin einer konstanten oder sogar wachsenden Beliebtheit bei den Studenten, was aufgrund der Globalisierung auch in der Finanz- und Wirtschaftswelt nicht verwunderlich ist. Deshalb mussten schon verschiedentlich Universitäten mit der Einführung des Numerus clausus eine Art “Notbremse” ziehen. Abschlüsse sind als Bachelor oder Master möglich.
Fernstudien, Berufsakademien..
Wer die oft beengenden Verhältnisse an einer Hochschule nicht mag, kann auch ein Fernstudium in BWL belegen. Unterschiedliche Arten von Fernakademien existieren und bilden einen Wald, den es zu durchforsten gilt. Ob AWF Wirtschaftsakademien, AKAD Hochschulen, IST Studieninstitute, Euro FH oder SRH Fernhochschule, sie alle bieten ein vollwertiges Studium an.