Magister Studium

Das Magister Studium – heute nicht mehr möglich

Über viele Jahre hinweg war der Magister Abschluss einer der hoch angesehenen akademischen Grade. Im Zuge des Bologna Prozesses werden aber heute keine neuen Magister Studiengänge mehr angeboten, lediglich bereits begonnene Studien können noch beendet werden.

Kennzeichnung und Dauer

Der Magister zeichnete sich von jeher dadurch aus, dass verschiedene Fächerkombinationen möglich waren. Geistes- und Sozialwissenschaften konnten mit Sport, Musik oder Naturwissenschaften kombiniert werden. An den meisten Hochschulen werden dabei zwei bis drei Fachbereiche kombiniert. Entweder sind das zwei Hauptfächer oder ein Hauptfach mit zwei Nebenfächern. Die Fächerkombination liegt dabei ganz im Ermessen der Studenten, so dass sie hier große Freiheiten genießen.

Das Magister Studium setzt sich dabei aus dem Grund- und dem Hauptstudium zusammen. Im Grundstudium werden die Grundlagen der gewählten Fächer vermittelt, es wird mit einer Zwischenprüfung abgeschlossen. Nur die bestandene Zwischenprüfung erlaubt die Aufnahme des Hauptstudiums, in dem die Studenten ihre persönlichen Interessenschwerpunkte setzen oder sich auf bestimmte Bereiche spezialisieren können.

Der Magister Studiengang beinhaltet regelmäßig neun Semester. Die Abschlussprüfung besteht aus einer schriftlichen Arbeit, deren Thema frei gewählt werden kann, sowie verschiedenen mündlichen und schriftlichen Tests. Zudem kann an den Magister Abschluss direkt eine Promotion angehangen werden.

Chancen für Magister

Wer den Abschluss Magister sein Eigen nennt, muss sich darüber im Klaren sein, dass der Magister nicht auf einen bestimmten Beruf vorbereitet, sondern vorwiegend ein breit angelegtes Allgemeinwissen vermittelt. Damit bleiben Studenten frei in der Wahl ihres Jobs.

Sie werden aber häufig in journalistischen Bereichen, in Museen oder direkt an den Hochschulen tätig. Heute verliert der Magister zunehmend an Bedeutung, insbesondere die hohe Theorielastigkeit des Studiums sorgt bei potenziellen Arbeitgebern aus der freien Wirtschaft dafür, dass Magister nicht so begehrt sind.