Studienabbruch

Das Studium dauert oft viele Jahre und vergleichsweise früh muss man sich für ein bestimmtes Studienfach entscheiden. Da viele Studenten aber zu Beginn ihres Studiums noch keine einschlägige Vorstellung vom späteren Berufsleben haben, wissen sie nicht so recht, welcher Studiengang der richtige ist. Entsprechende Fehlentscheidungen sind dann keine Seltenheit und auch der Gedanke an den Studienabbruch kommt hin und wieder auf. Etwa 25 Prozent aller Studenten entschließen sich vor den Prüfungen, die Uni zu verlassen.

Die große Zahl macht deutlich, dass es viele Gründe für den Studienabbruch gibt und nicht nur schlechte Leistungen oder eine zu geringe Motivation verantwortlich sind. Eine Umfrage der Hochschul-Informations-System GmbH, kurz HIS, aus dem Jahre 2003 hat ergeben, warum so viele Studienabbrecher in Deutschland zu finden sind. Dabei kam heraus, dass der Studienabbruch besonders durch:

  • finanzielle Probleme
  • eine Veränderung in den beruflichen Interessen
  • persönliche Probleme
  • zu geringe Leistungen
  • eine zu geringe Motivation begünstigt wird

Studienabbruch überzeugend vertreten

Die Frage, ob man das Studium hinschmeißen sollte, ist aber so einfach nicht zu beantworten. In der Entscheidungsphase sollten Beratungsleistungen von vielen Seiten in Anspruch genommen werden. Die Jobcenter und Arbeitsagenturen bieten in den Carreer-Centern entsprechende Beratungen an und genauso die Studienberatung kann mitunter wertvolle Tipps und Ratschläge mit an die Hand geben.

Vielfach ist ein Studienabbruch als solches auch gar nicht nötig. Oft kann schon der Wechsel des Studienganges behilflich sein, insbesondere dann, wenn sich die beruflichen Interessen verändert haben. Wem der Praxisbezug des Studiums fehlt, der sollte von der Uni an die Fachhochschule wechseln. So kann ebenso einem Personaler verdeutlicht werden, dass der Abbruch des Studiums wohl überlegt und in diesem Fall die richtige Entscheidung war.

Karriere nach dem Studienabbruch

Auch nach dem Studienabbruch kann man durchaus noch Karriere machen. Wer sich für den Einstieg ins Berufsleben über Praktika und Trainee-Programme entscheidet, kann künftige Arbeitgeber am konkreten Beispiel überzeugen. Selbst wer nachweisen kann, dass der Studienabbruch die richtige Entscheidung war, hat durchaus Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Sinnvoll ist es aber immer, sich die bereits erlangten Kenntnisse schriftlich bestätigen zu lassen. So kann man nachweisen, dass man auch ohne Abschlussprüfung, Magister, Diplom und Co. durchaus für eine bestimmte Stelle geeignet ist.