Bewerbung

Nachdem das Abi erfolgreich bestanden ist, stellt sich die Frage, wie die weitere Lebensplanung aussieht. In den meisten Fällen wissen Abiturienten bereits, in welche Richtung die weitere Ausbildung bzw. das Studium gehen soll. Nun gilt es, die richtige Bewerbung abzusenden.

Wichtig ist hier, dass verschiedene Unis und Hochschulen ins Auge gefasst werden. Das zeigt nicht nur eine hohe Flexibilität, die auch bei der späteren Berufssuche positiv bewertet wird, sondern erhöht zeitgleich genauso die Chance, den gewünschten Studienplatz zu erhalten. Unterschieden werden muss dabei in vier verschiedene Bewerbungsvarianten:

1. Studiengänge ohne Zulassungsbeschränkungen
2. Studiengänge mit Zulassungsbeschränkungen – Bewerbung über hochschulstart.de
3. Studiengänge mit Zulassungsbeschränkungen – Bewerbung über die Hochschule
4. Studiengänge, die Vorpraktika erfordern

Die einfachste Variante ist es natürlich, sich für einen Studiengang ohne Zulassungsbeschränkung zu entscheiden. Hier können sich angehende Studenten einfach einschreiben, wobei die Einschreibefristen zu beachten sind. Einzige Voraussetzung ist das Abitur, auf das bei Fachhochschulen aber unter Umständen sogar verzichtet werden kann.

Bewerbungen über hochschulstart.de

Die Stiftung für Hochschulzulassung betreibt das Portal hochschulstart.de und ist bundesweit für die Vergabe von Studienplätzen mit bestimmten Zulassungsbeschränkungen verantwortlich. In der Regel wird hierfür neben dem Abitur ein NC, also der Numerus Clausus, benötigt. Dieser entscheidet, ob ein Student für den gewählten Studiengang überhaupt in Frage kommt.

Vorwiegend sind es Studiengange aus dem medizinischen, biologischen, pharmazeutischen und psychologischen Bereich, die an bestimmte Zulassungsbeschränkungen gebunden sind und über hochschulstart.de werden die dazugehörigen Studienplätze vergeben. Die Auswahlverfahren finden zunächst durch die zentrale Stelle für die Studienplatzvergabe statt, anschließend kommt es jedoch auch noch zu hochschulinternen Bewerbungen.

Hierfür werden angehende Studenten zu einem etwa halbstündigen Gespräch geladen. Auf dieses sollten sie sich möglichst genauso gut, wie auf ein klassisches Vorstellungsgespräch vorbereiten. Gerade private Hochschulen achten sehr darauf, wie ein angehender Student menschlich zu ihnen passt, da die Harmonie an der Hochschule entscheidend für den Erfolg aller Studenten ist. Wer ein paar Infos zur Hochschule selbst geben und vielleicht mit etwas Fachwissen punkten kann, hat hier gute Chancen. Aber auch Offenheit und das Zugeben von Wissenslücken sorgen für positive Bewertungen im persönlichen Gespräch.

Vorpraktika für die Bewerbung

Für viele Studiengänge sind erste Praxiserfahrungen bereits vor dem Studium entscheidend, um überhaupt eine Chance auf einen Studienplatz zu bekommen. Insbesondere bei Design, Technik, Wirtschaft und sozialen Studiengängen wird oftmals ein Vorpraktikum erwünscht. Damit können Studenten herausfinden, ob der gewählte Studiengang überhaupt ihren Vorstellungen entspricht, aber auch, inwieweit sie bereit sind, die Anforderungen in diesem Berufsfeld zu erfüllen.

Auch für sportliche und künstlerische, sowie musikalische Studienrichtungen ist mit zusätzlichen Eignungstests und Prüfungen zu rechnen, die vor der Vergabe eines Studienplatzes zu absolvieren sind.