Lerntipps

Lernen leicht gemacht – mit den richtigen Methoden

An der Uni dreht sich alles um eines: Das Lernen. Zahlreiche Informationen müssen irgendwie in den Kopf und je nach Fach können diese Infos sich auf mehr als 100 Seiten erstrecken, die für eine einzige Prüfung erlernt werden müssen. Da stellt sich die Frage, wie das Gehirn diese Informationsflut richtig verarbeiten soll. Hierfür gibt es verschiedene Lernmethoden, die bei dem einen besser, beim anderen weniger gut funktionieren. Erstes Ziel beim studentischen Lernen ist es also, dass man die für sich besten Lernmethoden entdeckt. Ein paar Grundregeln sollten aber alle Studenten beherzigen.

Klare Strukturen schaffen

Zunächst gilt es, klare Strukturen für den Alltag zu erschaffen. So banal es sich anhört, aber der Tagesablauf

  • 8 Uhr aufstehen
  • 9 Uhr Physik lernen
  • 10 Uhr Einkauf erledigen
  • 11 Uhr Vorlesung besuchen
  • 12 Uhr Mittag
  • 13 Uhr Mathematik lernen
  • 15 Uhr Informatik lernen
  • 18 Uhr mit Freunden treffen

sorgt dafür, dass man Routine bekommt. Die nötigen Aufgaben des Alltags, die vom Haushalt über den Nebenjob, die Vorlesungen bis hin zum eigentlichen Lernen und den sozialen Kontakten reichen, sollten in den Tag integriert werden. Wichtig ist, dass stets Pausen eingeplant werden, in denen sich das Gehirn erholen kann. So bleibt auch Zeit, Aufgaben, wie das Wäsche waschen, das Geschirrspülen oder den Einkauf mit zu erledigen.

In den Lernpausen sollte jedoch nicht ferngesehen werden. Auch Computerspiele und ähnliches sind Tabu, denn aktuelle Untersuchungen haben ergeben, dass dadurch der soeben erlernte Lernstoff überschrieben wird. Besser ist es also, sich einen Spaziergang zu gönnen oder sich mit Freunden zu treffen.

Lernpläne erarbeiten

Spätestens nach der ersten Prüfung wird klar, wie viel Zeit man selbst braucht, um sich optimal auf diese vorzubereiten. Um jetzt die nächsten Prüfungen erfolgreich zu bestehen, kann es sinnvoll sein, sich deren Termine im Kalender einzutragen. Danach wird rückwärts gerechnet, wie viel Zeit man braucht, um den Stoff zu lernen. Zusätzlich werden einige Puffer für spontane Termine, allgemeine Termine, wie Arztbesuche und Co., sowie Krankheit eingeplant.

Spätestens am so errechneten Tag beginnt das Lernen. Die Lerntage werden dann entsprechend obiger Struktur eingeplant. Mehr als 60 Minuten am Stück sollte man dabei nicht lernen, da dann die Effektivität beim Lernen verloren geht. Mindestens fünf Minuten Pause sind nach diesem Lernpensum einzuplanen, besser noch sind großzügigere Pausen.

Lerntyp kennen lernen

Jeder Mensch ist anders und lernt auch anders. Während einige Studenten sich Lernstoff, den sie sehen, besonders gut merken können, gelingt das anderen nur, wenn sie ihn hören. Jeder Student sollte deshalb herausfinden, welcher Lerntyp er ist und sich den Lernstoff dann über den bevorzugten Sinneskanal zugänglich machen. So werden auch schwierige Stoffe leichter erlernt.

Wiederholungen sind entscheidend

Um einmal Gelerntes langfristig zu behalten, sollte es regelmäßig wiederholt werden. Besonders bewährt hat sich dabei das Karteikartensystem. Dabei können Vokabeln, Fakten, Daten oder ähnliches sehr gut gelernt werden. Am besten werden fünf Fächer verwendet. Zunächst werden Fragen auf die Vorderseite und Antworten auf die Rückseite der Karteikarten geschrieben. Alle Karteikarten landen im ersten Fach und werden beantwortet. Eine richtige Antwort bedeutet, die Karte wandert ins zweite Fach. Sind alle Karten im zweiten Fach gelandet, werden sie erneut durchgegangen. Die richtige Antwort befördert die Karte ins dritte Fach, die falsche zurück ins erste. So wird jetzt immer weiter verfahren, bis alle Karteikarten im letzten Fach angekommen sind. Allerdings eignet sich diese Lernmethode nicht besonders gut für neu anzueignendes Wissen.

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