Praktika

Wertvolle Erfahrungen fürs spätere Berufsleben

Zum Studium gehören natürlich auch Praktika dazu. Allerdings muss zwischen den Pflichtpraktika und den freiwilligen Praktika unterschieden werden. Während im klassischen Studium die Theorie besonders wichtig ist, kann in Praktika auch ein wichtiger Teil der Praxis erlernt werden. Deshalb sind diese unbedingt zu empfehlen. Auch wenn im eigenen Studiengang ein Praktikum nicht verpflichtend ist, sollte darauf nicht verzichtet werden.

Vorteile der Praktika

Praktika ermöglichen es, das theoretische Wissen, das Studenten in den Vorlesungssälen erlernt haben, auch praktisch anzuwenden. Außerdem können sie erst einmal in aller Ruhe in ein Unternehmen hinein schnuppern und sich so auf die Arbeitswelt vorbereiten. Viele Unternehmen sehen eine Praktikumsstelle bereits als Vorstufe für eine spätere Festanstellung und prüfen die Praktikanten von daher auf Herz und Nieren.

Nicht zuletzt sind Praktika natürlich auch bestens geeignet, um Kontakte zu knüpfen, die für das spätere Berufsleben sehr wertvoll sein können. Wichtig ist aber, dass das passende Praktikum gefunden wird. Es sollte, um später für die Jobsuche Anerkennung zu finden, wenigstens sechs bis acht Wochen andauern. Selbst ein Semester-Praktikum ist möglich, hier ist es jedoch wichtig, das Unternehmen gezielt zu wählen, damit das Praktikum auch wirklich die gewünschten Vorteile erbringt.

Sonderfall Auslandspraktikum

Das Auslandspraktikum wird in diesen Tagen bei Studenten immer beliebter und genauso Unternehmen schätzen Bewerber, die Auslandserfahrungen sammeln konnten. Schließlich kann beim Auslandspraktikum nicht nur eine fremde Welt und Kultur kennen gelernt werden. Darüber hinaus wird die Arbeitsweise in einem anderen Land verinnerlicht und die eigenen Sprachkenntnisse können gefestigt werden.

Allerdings bedarf es für ein Auslandspraktikum sehr viel mehr Vorbereitung und auch die Kosten sind hierbei nicht zu unterschätzen. Denn Unterkunft, Verpflegung, Anreise und Co. müssen Studenten in der Regel aus eigener Tasche bezahlen, was ein großes Loch in die Haushaltskasse reißen kann.

Bezahlung für Praktika

Praktika werden in der Regel nicht vergütet. Insbesondere die Pflichtpraktika, die Bestandteil des Studiums sind, werden nicht bezahlt. Es gibt jedoch mittlerweile viele Arbeitgeber, die eine kleine Entschädigung zahlen, wenn ein Praktikum bei ihnen absolviert wird. Bei länger andauernden Praktika und wenn der Praktikant wie eine volle Arbeitskraft ins Unternehmen eingebunden ist, kann aber eine Bezahlung durchaus rechtens sein. Sie steht Studenten etwa dann zu, wenn

  • feste Zeiten für die Arbeitsausübung vorgegeben werden,
  • Pflichten und Verantwortlichkeiten im Unternehmen übernommen werden und
  • wertvolle Tätigkeiten für das Unternehmen verrichtet werden.

In diesen Fällen kann selbst dann ein Vergütungsanspruch entstehen, wenn im Praktikumsvertrag etwas anderes vereinbart wurde.

Das Zeugnis

Zum Abschluss des Praktikums sollten Studenten stets auf ein aussagekräftiges Zeugnis bestehen. Dieses unterscheidet sich nicht sonderlich von einem normalen Arbeitszeugnis. Wichtige Punkte, die enthalten sein sollten, sind:

  • Formalitäten – Name des Praktikanten und Unternehmens, Dauer des Praktikums
  • Aufgaben, die übernommen wurden
  • Aussagen zum Praktikanten und seinen Kenntnissen, sowie seinem Verhalten
  • Aussagen zum Sozialverhalten gegenüber Vorgesetzten, Kunden und Kollegen