Die Frage nach der persönlichen Berufswahl ist keine einfache. Diese schwerwiegende Entscheidung muss man oftmals bereits in jungem Alter treffen. Man richtet die künftige Ausbildung nach dieser Entscheidung aus, schlägt einen bestimmten Kurs ein. Wer anstelle der frühen Berufstätigkeit oder einer Lehre die Schule abschließt kann anschließend ein Studium wählen. Diese Wahl wird sich nach den persönlichen Interessen Anlagen und Begabungen und natürlich nach dem künftigen Berufswunsch richten. Welche Inhalte das im konkreten Fall gewählte Studium aufweist und ob es den vorherigen Vorstellungen entspricht zeigt sich oft erst während des Studiums. Ein Studium erfordert Durchhaltevermögen. Erweist sich die Studienrichtung im Laufe der Zeit als die falsche Wahl, so wird es schwer fallen dieses generieren zu können. Es ist daher sehr von Vorteil vor dem Beginn eines Studiums oder im Falle des Wunsches nach einem Wechsel der Studienrichtung einige Fragen für sich selbst zu klären:
Welche Studien gibt es? Auch wenn man bereits Tendenzen in eine Richtung hat, ist es sinnvoll sich über das gesamte Studienangebot zu informieren. Es ist weit umfangreicher als man denken möchte. Wenn man in die Wirtschaft gehen möchte muss man nicht zwangsläufig BWL studieren. Es gibt zahlreiche angesehene Alternativen.
Wo liegen meine Begabungen und Interessen? Die Frage nach den persönlichen Anlagen in von äußerster Wichtigkeit. Ein kreativer Kopf ist in einem Kunst- oder Sprachstudium gut aufgehoben, jemand der gerne Wissen weitergibt könnte ein Lehramtsstudium in Betracht ziehen. Praktiker, die bereits einen Beruf ausüben und ihre Fähigkeiten ergänzen wollen können berufsbegleitet einen Studium an einer Fachhochschule absolvieren. Technisch Begabte könnten Informatik oder Ingenieurwesen studieren.
Was bringt mein Wunschstudium mit sich? Hat man eine Studienrichtung entdeckt, die man ansprechend findet ist es von enormer Bedeutung sich ein Bild über den tatsächlichen Inhalt und Ablauf des Studiums zu machen. Dies kann herbe Enttäuschungen vermeiden. Daher sollte man jede Gelegenheit nutzen, die sich einem zur Informationsbeschaffung bietet. Beinahe alle Universitäten bieten Interessenten Studienberatungen, Informationsabende und haben einen „Tag der offenen Tür“. Auch bei Bildungsmessen sind sie regelmäßig mit Ständen vertreten. Häufig besteht die Möglichkeit Vorlesungen unverbindlich zu besuchen und sich so mit Inhalten und Lehrmethoden vertraut zu machen. Online gibt es für die einzelnen Studienrichtungen Foren und Newsgroups, die alle relevanten Themen rund ums Studieren behandeln. Dort kann man sich kostenlos anmelden und auf diese Weise mit bereits Studierenden in Kontakt treten. Sie sind sehr entgegenkommend und beantworten gerne offene Fragen. Sinnvoll ist es auch sich im Bekanntenkreis umzuhören. Vielleicht lässt sich ein persönlicher Mentor finden.
Beim Durchgehen der gesammelten Informationen, beim Abwegen und Grübeln sollte man sich jedoch nicht nur von seinem Kopf leiten lassen, sondern auch immer auf sein Gefühl vertrauen.